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Die Geschichte vom Kollentroll
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Ich bin ein Troll, groß und schwer, singe ich in einem meiner Lieder. Und groß und schwer, ja, das bin ich. Auf dem Gratishaugen sitzend, rage ich fast 7 Meter in die Höhe. Groß und schwer klingt vielleicht gefährlich, aber das stimmt gar nicht. Ich bin ein freundlicher Troll.
Meinen Namen haben mir der Elch und die Maus gegeben, denen ich begegnet bin, als ich zum Holmenkollen kam. Sie waren die ersten, die ich traf, und sie haben mich nach dem Ort benannt. Das fand ich ganz in Ordnung. Als ich in der Morgendämmerung ankam, war es ganz still und friedlich hier, aber später am Morgen, ich kann euch sagen, da kamen viele Menschen her, die meisten von ihnen waren Kinder. Nach einer Weile ist mir klargeworden warum. Es war der Holmenkollen-Tag der Kinder, der 10. März 2002, nicht dass ich so viel von Kalendern verstehe. Es wimmelte hier jedenfalls nur so von Kindern an diesem Tag - und alle liefen Ski. Eine Zeitlang dachte ich, alle Kinder hätten immer Skier an den Füßen, aber später ist mir klargeworden, dass das nicht stimmt. Ihr fragt euch vielleicht, wie ich zum Holmenkollen gekommen bin. Ja, seht ihr, eigentlich lebte ich tief in den Wäldern nördlich von Oslo, in der Nordmarka, und hatte es ruhig und friedlich. Aber dann traf ich einen Mann namens Nils Aas draußen im Wald. Er ist Bildhauer, hat man mir gesagt. Ich weiß nicht so genau, was das ist, aber er nahm mich mit zum Gratishaugen, zu dem Hügel am Holmenkollen, für den man keinen Eintritt bezahlen muss. Er meinte, ich könnte Spaß daran haben, dort zu sitzen und zuzusehen, was die Menschen so treiben. Aber ich glaube, er hatte auch einen kleinen Hintergedanken dabei: Er meinte sicher, dass es den Menschen gut tun würde, mal einem Troll zu begegnen. Wir Trolle haben uns früher häufiger den Menschen gezeigt. Es ist ein bisschen traurig, dass heute viele glauben, wir seien böse und würden im Sonnenschein zerbersten. Das geschieht nämlich nur mit den bösen Trollen, uns freundlichen Trollen passiert nichts. Also bleibe ich hier auf dem Gratishaugen sitzen in Regen und Sonnenschein und sehe mir an was hier so los ist.. Ach ja, und ich habe auch Gesellschaft bekommen. Eines Tages kam Kleiner Troll vorbei und seither ist er bei mir geblieben. Wenn er nicht gerade unterwegs ist, um dies und das zu erkunden, sitzt er oft auf meinen Knien und sieht zusammen mit mir in die Welt hinaus. Wenn ihr Glück habt, lernt ihr ihn auch kennen, wenn ihr mich besuchen kommt. Viele Grüße Euer Kollentroll. |
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